Wie groß muss das Fassungsvermögen sein?

Für den anspruchslosen Singlehaushalt gibt es bereits Waschmaschinen (Kleingeräte) mit einem Fassungsvermögen von max. 3,5 kg.

Das optimale Fassungsvermögen einer Waschmaschine hängt von dem Schmutzwäscheaufkommen und den persönlichen Waschgewohnheiten ab.

Als Faustformel gilt:

  • 1 bis 3 Haushaltsangehörige: 5 kg Fassungsvermögen
  • 4 bis 5 Haushaltsangehörige: 6 bis 8 kg Fassungsvermögen
  • mehr als 6 Haushaltsangehörige: 8 kg oder mehr Fassungsvermögen

Eine noch so günstig erworbene 7-kg-Waschmaschine verschwendet bares Geld, wenn sie überwiegend halb beladen wird.
Bei einer halben Beladung wird nicht die Hälfte der Energie- und Wasserkosten eingespart, sondern nur etwa 20 bis 30 Prozent!

Waschkeller oder Wohnung – wo soll die Waschmaschine stehen?

Prinzipiell wird in Toplader und Frontlader unterschieden.

  • Toplader sind schmaler und höher als Frontlader, alle Bedienelemente befinden sich oben auf der Maschine.
  • Frontlader haben alle Bedienelemente an ihrer Vorderfront. Es werden frei stehende Tischgeräte von Unterbau- oder Einbaugeräten unterschieden.
  • Auch Slimline-Geräte sind erhältlich. Sie haben eine deutlich geringere Tiefe als Standardmaschinen und können sehr gut in Nischen oder kleineren Badezimmern aufgestellt werden.

Waschkeller sind meist karge Räume, deren Fußboden zur Mitte hin leicht abfällt. Hier ist auch ein vergitterter Wasserabfluß zu finden. Deshalb sind hier oft Features, die einen Wasserschaden vermeiden sollen, nicht nötig.

Soll die Waschmaschine in die Wohnung gestellt werden, sind Systeme zur Abwendung von Wasserschäden wichtig.
Schlauch-Anschluss-Systeme mit Aqua-Stopp und Maschinensysteme, die bei Defekten das Aus- und Überlaufen des Wassers verhindern, sind ein Muss.

Auch die maximale Geräuschentwicklung des Schleudergangs kann bei einer in der Wohnung befindlichen Waschmaschine wichtig sein. Als annehmbar gelten bis um die 70 Dezibel („dB“). Das Datenblatt einer Waschmaschine gibt detaillierte Auskunft über ihre Messwerte und Features. Neue Vergleichssieger der Waschmaschinen können Sie hier in der Test-Zusammenfassung finden.

Wie kann ich Energiesparen?

Das A+++-Energielabel zeichnet Waschmaschinen mit speziellen, extrem Strom und Wasser sparenden Waschprogrammen aus.

Diese besonderen Waschprogramme laufen sehr lange, da sie auf längerer Einwirkzeit des Waschmittels und vermehrter mechanischer Reinigung der Textilien beruhen.

Wer im Alltag nicht 2 bis 3,5 Stunden auf den Ablauf dieser Energiesparprogramme warten möchte, stellt die energieintensiveren Normal- oder Kurzprogramme ein. Wenn Sie zu diesen „Schnellwaschern“ gehören, ist eine A+– oder A++-Waschmaschine auf Dauer womöglich schonender für Ihren Geldbeutel als ein A+++-Bolide, dessen ausgewiesene Energiesparprogramme Sie kaum nutzen.

Tests bewiesen, dass die sehr große Energieeinsparung der ausgewiesenen Energiesparprogramme auf einem Herabsetzen der Waschtemperatur beruht. So kann ein Energiesparprogramm „60° Celsius“ durchaus nur eine gemessene Waschtemperatur von um die 40 oder 50° Celsius erreichen.

Bei Pilzinfektionen, Bindehautentzündungen, anderen ansteckenden Krankheiten oder speziellen Allergikern im Haushalt sollte dieser Aspekt vieler Energiesparprogramme nicht ignoriert werden.

Ein Warmwasseranschluss der Waschmaschine rentiert sich meist nur, wenn das Wasser nicht mit Strom, sondern zum Beispiel über die Zentralheizungsanlage des Hauses erwärmt wird.

Wie viele Schleudertouren soll die Waschmaschine haben?

Schleudergänge mit 1400 oder gar 1600 Umdrehungen pro Minute („Upm“ oder „U/min“) sind in der Regel nicht besonders schonend für die Textilien und meist nur für Nutzer eines Wäschetrockners interessant.

Durch die hohe Schleuderwirkung verlässt die Wäsche „trockener“ die Waschmaschine, so dass der Wäschetrockner bei der Resttrocknung Energie sparen kann.

Wird ausschließlich auf der Leine getrocknet, gilt: 1400 Upm für ganz Eilige, 1200 Upm für Ungeduldige, 1000 Upm werden heutzutage gerne belächelt, sind jedoch meist ausreichend.

Tipp: Im Datenblatt nicht nur auf die Schleuderwirkungsklasse, sondern auch auf die Angabe der Restfeuchte achten!

Welche Sonderprogramme/Zusatzfunktionen werden gebraucht?

Diese Frage kann nur sehr individuell beantwortet werden. Spezielle Waschprogramme, die zum Beispiel „Baby-Protect“ oder „Hyper-Allergen“ heißen, können meist durch die zuschaltbare Zusatzfunktion „Extra Spülen“ ersetzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 × 5 =